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Zitate - Ehe. Eine kleine Sammlung von Zitaten, die ich zur Ehe und
Eheschließung recht passend fand. Die Texte wurden verschiedenen
antiquarischen Büchern entnommen. |
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Sich lieben lassen. - Weil die eine von zwei
liebenden Personen gewöhnlich die liebende, die andere die geliebte Person
ist, so ist der Glaube entstanden, es gäbe in jedem Liebehandel ein gleich
bleibendes Maß von Liebe: je mehr einer davon an sich reiße, um so
weniger bleibe für die andere Person übrig. Ausnahmsweise kommt es
vor, dass die Eitelkeit jede der beiden Personen überredet, sie sei die,
welche geliebt werden müsse; so dass sich beide lieben lassen wollen:
woraus sich namentlich in der Ehe mancherlei halb drollige halb absurde Szenen
ergeben.
Nietzsche, Werke Band II.
Gewöhnliche Folgen der Ehe. - Jeder Umgang, der nicht hebt, zieht
nieder und umgekehrt; deshalb sinken gewöhnlich die Männer etwas,
wenn sie Frauen nehmen, während die Frauen etwas gehoben werden. Allzu
geistige Männer bedürfen ebenso sehr der Ehe als sie ihr wie einer
widrigen Medizin widerstreben.
Nietzsche, Werke Band II.
Proteus-Natur. - Weiber werden aus Liebe ganz zu dem, als
was sie in der Vorstellung der Männer, von denen sie geliebt werden,
leben.
Nietzsche, Werke Band II.
Masken. - Es
gibt Frauen, die, wo man bei ihnen auch nachsucht, kein Inneres haben, sondern
reine Masken sind. Der Mann ist zu beklagen, der sich mit solchen fast
gespenstigen, notwendig unbefriedigenden Wesen einlässt, aber gerade sie
vermögen das Verlangen des Mannes auf das stärkste zu erregen: er
sucht nach ihrer Seele - und sucht immerfort.
Nietzsche, Werke Band II.
Mädchenträume. - Unerfahrene Mädchen
schmeicheln sich mit der Vorstellung, dass es in ihrer Macht stehe, einen Mann
glücklich zu machen; später lernen sie, dass es so viel heißt
als: einen Mann gering schätzen, wenn man annimmt, dass es nur eines
Mädchens bedürfe, um ihn glücklich zu machen. - Die Eitelkeit
der Frauen verlangt, dass ein Mann mehr sei als ein glücklicher Gatte.
Nietzsche, Werke Band II.
Ein Element der Liebe.
- In jeder Art der weiblichen Liebe kommt auch etwas von der mütterlichen
Liebe zum Vorschein
Nietzsche, Werke Band II.
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