Hochzeitsgedichte

Hochzeit. Eine kleine Textsammlung zur Hochzeit.
Einige Texte stammen von bekannten Dichtern, andere wurden von uns verfasst. Diese Verse stellen wir euch gerne für private Zwecke zur Verfügung.

Lieblich ist sich festzuranken
An ein Liebes und ihm hold sein;
Lieblicher, selbst in Gedanken Dem Erwählten treu wie Gold sein.

Alfred Friedmann

Hätt‘ ich heut‘ vor fünf und zwanzig Jahren
So viel Grau gehabt in meinen Haaren,
Nicht genommen hätt’st du mich, ich wette;
Und wenn Rosen damals auf der Wange
Du nicht hättest mehr gehabt, ich bange,
Ob ich selber dich genommen hätte.

Dennoch ist es glücklich so gekommen,
Und nicht reut mich’s, daß och dich genommen,
Und am Ende darf dich’s auch nicht reuen.
Danken wir’s den Lockungen der Rosen
Und der Locken, ohn‘ uns zu erbosen,
Daß sie Winterreise jetzt bestreuet.

O Natur, Allmutter deiner Kinder,
Weise lockest du durch solchen
Flinder Zweie, die du für einander freiest,
Die, wenn sein sie miteinander wallen,
Merken, wenn die äußern Flitter fallen,
Daß du sie für Höh’res, Inn’res weihest.

Friedrich Rückert

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